Dies ist der 1. von 2 Teilen: Jeder Unternehmer, der eine eigene Website betreibt, muss sich an gewisse Regeln halten, um teure Abmahnungen zu vermeiden. Hier gebe ich dir Einblick in meine persönliche Checkliste. Natürlich ersetzt dies keine anwältliche Beratung. Alles was ich dir hier zeige, wende ich selbst bei mir und meinen Kundenwebseiten an. Ich bin Mitglied von E-Recht-24 Premium. D.h. ich halte mich am laufenden, was rechtliche Änderungen bezüglich Webseiten betrifft. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass ich selbst kein Anwalt bin und für Fehler oder Unvollständigkeit nicht haften kann. Wenn du keine anwaltliche Beratung in Erwägung ziehst, so möchte ich dir jedoch auf diesem Weg helfen, deine Website so sicher wie möglich zu gestalten. Wenn du auf 100% sicher gehen willst, musst du dich aber von einem Anwalt beraten lassen.

 

 

 1. SSL Verschlüsselung

 

Sobald auf deiner Website irgendwelche personenbezogenen Daten erfasst werden, (z.B. durch ein Kontaktformular, Kommentar in einem Blog, Newslettereintragungsformular oder wenn du einen Shop integriert hast, …) muss die Übertragung dieser Daten geschützt werden. Und das geschieht mit einem SSL Zertifikat. Das SSL Zertifikat beantragst du direkt bei deinem Webhoster. Doch auch an der Website selbst, musst du danach noch einige Änderungen durchführen (lassen).

 

 

2. Kontaktformular

 

Wenn du auf deiner Website ein Kontaktformular verwendest, sollst du diese 3 Dinge beachten:

  • Sorge für eine sichere SSL Übertragung, damit Kundendaten nicht von dritten ausgelesen werden können.
  • Frage (aus Datenschutzsicht) nur so viele Infos ab, wie tatsächlich zur Erfüllung des Zwecks notwendig sind.
  • Informiere deine Nutzer darüber, wozu seine Daten verwendet werden und setze einen Link zu deiner Datenschutzerklärung, wo nähere Infos zu finden sind.

 

 

3. Impressum + vollständige Angaben
Datenschutzerklärung + vollständige Angaben

 

  • Diese Seiten müssen genauso heißen (Impressum, Datenschutz), sie dürfen nicht anders benannt werden.
  • Impressum und Datenschutzerklärung müssen zwei getrennte Links sein.
  • Sie sollen von jeder Seite aus direkt erreichbar sein. Ein guter Platz dafür ist in der Fußzeile.
  • Impressum- und Datenschutzgeneratoren helfen dir beim Erstellen deines Impressums und der Datenschutzerklärung. Wirklich sicher kannst du aber nur sein, wenn du dir dies von einem Fachanwalt erstellen lässt, der dann auch die Haftung dafür übernimmt. Generatoren schließen die Haftung aus. Das Risiko auf Fehler bei der Verwendung von Generatoren trägst also du.

 

 

4. Cookie Notice

 

Jede WordPress Website benutzt Cookies. Deshalb benötigt jede Website einen Cookie-Hinweis. Ein Cookie Banner ist zwar in Deutschland und Österreich momentan noch nicht Pflicht. Ein Hinweis in der Datenschutzvereinbarung wäre aus heutiger Sicht ausreichend. Dennoch schadet es nicht, den Cookie Banner zu verwenden, sollte es doch einmal zur Pflicht werden, kannst du es nicht übersehen, ihn einzubauen. Adsence Nutzer müssen aber sogar eine Möglichkeit der Zustimmung zur Verwendung von Cookies einbauen. d.h. in dem Fall ist der Banner Pflicht.
https://www.googlewatchblog.de/2015/07/adsense-nutzer-richtlinie-einwilligung/

Das geht ganz einfach und schnell mit einem Plugin, wie z.B. Cookie Notice von dFactory

Aber Achtung- ganz wichtig: die Cookie Leiste darf deinen Impressum und Datenschutz – Link auf keinen Fall überdecken! (Häufig der Fall wenn diese Links in der Fußzeile stehen) Denn dann kann man das Impressum nicht erreichen, ohne den Cookie Hinweis zu bestätigen. Und ein Impressum muss immer direkt erreichbar sein. Ist das bei dir der Fall, den Cookie Hinweis oben auf der Website einbauen!

 

 

5. Bildnachweise: Bilder korrekt lizenzieren und kennzeichnen

 

Bilder die du im Internet findest, darfst du nicht für deine Website nehmen, denn sie sind immer urheberrechtlich geschützt.

Es gibt Bilddatenbanken, wo du Bilder kaufen kannst oder sogar gratis bekommst. Achte aber auch hier auf den korrekten Lizenztyp, d.h. was ist erlaubt hinsichtlich der Verwendung des Bildes. Hier musst du immer genau nachlesen, wofür du es verwenden darfst und was und wo du den Bildnachweis angeben musst. Meist ist es direkt unter dem Bild erforderlich, mit Name des Urhebers und Namen der Bilddatenbank. (Details findest du auf den jeweiligen Anbieterseiten)

Oft darf ein gekauftes Bild nicht einmal bearbeitet werden, d.h. du dürftest nicht einmal einen Text drüber schreiben! Prüfe das in den Lizenzbedingungen nach!

Ein wichtiger Tipp noch am Rande: solltest du eine Abmahnung bekommen und ein Bild von deiner Website nehmen müssen, reicht es nicht aus, dass du das Bild nur von der Seite raus nimmst. Du musst es auch ganz vom Server löschen. Solange es auf dem Server liegt, ist es mit einer URL gespeichert und gilt als „nicht gelöscht“. Eine erneute Abmahnung droht. Oft kontrollieren Anwälte, ob die von ihnen abgespeicherte Bild-URL noch erreichbar ist.

Erstellst du die Bilder selbst, achte darauf, dass keine anderen Personen am Bild zu sehen sind oder dass du ihre Einwilligung hast, das Bild zu veröffentlichen.

Wenn ein Fotograf die Bilder für dich erstellt, achte darauf, dass du die kompletten Nutzungsrechte dafür erwirbst. Auch den Fotograf musst du auf deiner Website nennen.

 

6. Texte

 

Du darfst Texte nicht einfach irgendwo abschreiben. Und: Es reicht auch nicht die Quelle zu nennen, du musst eine Erlaubnis / Nutzungserklärung vom Urheber einholen.

 

 

7. Videos

 

Ja, du darfst Videos von Youtube auf deiner Website einbauen, wenn du es richtig machst.

Am sichersten ist diese Variante: https://birgithotz.com/youtube-videos-dsgvo-konform-in-wordpress-einbinden… mit dem Plugin wird vor Aufrufen des Videos keine Verbindung zu Youtube (oder Vimeo) hergestellt.

Weise in der Datenschutzerklärung auf die Verwendung hin!

 

 >> weiter zu Teil 2

 

 

SCHÜTZE DEINE WEBSITE VOR ABMAHNUNGEN
– der Videokurs –

Da dieses Thema sehr umfassend ist, habe ich genau dazu einen kleinen Videokurs erstellt, wo ich dir die technische Umsetzung auf deiner WordPress Website in kurzen, einfachen Videos vorzeige.

Du erhältst meine Umsetzungsvideos, Codes, Textvorlagen und die richtigen Einstellungen, die du treffen mußt.
Als Bonus gibt es 2 zusätzliche Punkte:
1. welche Plugins du auf keinen Fall verwenden solltest und Alternativen dazu.
2. E-Mail und Newsletter (was du hier beachten mußt)