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Dies ist der 2. von 2 Teilen: Jeder Unternehmer, der eine eigene Website betreibt, muss sich an gewisse Regeln halten, um teure Abmahnungen zu vermeiden. Hier gebe ich die Einblick in meine persönliche Checkliste. Natürlich ersetzt dies keine anwältliche Beratung. Alles was ich dir hier zeige, wende ich selbst bei mir und meinen Kundenwebseiten an. Was ich hier nicht behandle, ist das Thema Shops.

Ich bin Mitglied von E-Recht-24 Premium. D.h. ich halte mich am laufenden, was rechtliche Änderungen bezüglich Webseiten betrifft. Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass ich selbst kein Anwalt bin und für Fehler und Unvollständigkeit nicht haften kann. Wenn du keine anwaltliche Beratung in Erwägung ziehst, so möchte ich dir jedoch auf diesem Weg helfen, deine Website so sicher wie möglich zu gestalten. Wenn du auf 100% sicher gehen willst, musst du dich aber von einem Anwalt beraten lassen.

 

 

8. Google Maps

 

Die Karten von Google Maps werden sehr gerne auf Webseiten eingebaut. Leider werden aber auch hier Besucherdaten an Google weitergegeben. Ich für mich habe es so gelöst, dass ich einen einfachen Link setze und wenn man drauf klickt, wird man direkt zu meiner Adresse auf Google Maps weitergeleitet. Alternativ kannst du auch das Plugin AWEOS Google Maps iframe load per click verwenden, womit keine Verbindung zu Google hergestellt wird, bis der Besucher einwilligt, dass die Karte geladen werden darf. (funktioniert aber anscheinend nicht bei allen Themes. Bei Divi schon. Das musst du selber nachprüfen.)

 

9. Social Sharing Buttons

 

Facebook (und andere social share -) Buttons verstoßen gegen unser Datenschutzrecht. Wenn du diese auf deiner Website verwendest, kannst du dafür abgemahnt werden!
Aber es gibt auch eine Alternative, die verwendet werden darf: Das Shariff Wrapper Plugin hält sich an die europ. Datenschutzbestimmungen und darf verwendet werden: https://wordpress.org/plugins/shariff/

 

10. Google Analytics

 

Kann datenschutzkonform verwendet werden, wenn du diese 4-Punkte einhältst:
– Vertrag mit Google abschließen
– Eine IP Anonymisierung muss eingebaut werden
– Opt out Cookie und Link zum Browser Plugins (User muss dem widersprechen können) muss vorhanden sein
– Alles korrekt in der Datenschutzerklärung umsetzen (wird mit Datenschutzgenerator automatisch erzeugt)
– Achte darauf, dass du Besucher erst NACH deren Einwilligung tracken darfst. Am einfachsten löst du das mit folgendem Plugin: https://birgithotz.com/google-analytics-facebook-pixel-opt-out-opt-in-cookie-meldung

 

11. Kommentarfunktion

 

Du, als Website-Betreiber, darfst IP-Adressen nicht ohne Einwilligung deiner Besucher speichern. Da WordPress aber automatisch die IP-Adressen der Nutzer speichert, die auf deiner Website einen Kommentar hinterlassen, musst du das selbst unterbinden.  Um datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite zu sein, empfehle ich dir das Plugin „Remove IP“ https://de.wordpress.org/plugins/remove-ip/ einzubauen, welches verhindert dass IP Adressen gespeichert werden.

 

 

 

12. Logo, Slogan, Marke, Domain

 

Prüfe vor dem Anmelden und Verwenden, ob du es verwenden darfst oder ob es markenrechtlich geschützt ist. Führe immer vor der Verwendung eine Markenrecherche durch.

 

 

13. Hinweis Streitschlichtung

 

 Gilt für alle Unternehmen die Verträge schließen. Es gibt seit 2016 die Pflicht auf das EU Streitschlichtungsportal zu verlinken. Im Impressumgenerator wird das automatisch mit ausgeliefert. Baue den Hinweis ein und prüfe, ob der Link funktioniert.

 Nur wenn du aus Deutschland bist (gilt nicht für Österreicher): Und füge auch noch eine Info darüber ein, ob du bereit bist an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Du mußt nur anführen, „ich bin bereit …“ oder „ich bin nicht bereit…“
Näheres siehe: https://www.e-recht24.de/artikel/ecommerce/10324-streitschlichtung-neue-informationspflichten-2017.html